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 FERNROHRE AB 1960
Tubus C 63/840
Telementor C 63/840
Meniscas 150/2250
Warum legendär ?
Wieso Zeiss Jena ?

MENISCAS 150/2250
 

Meniscas 150/2250; ein unereichter Klassiker; einzeln gebaut für Schulsternwarten mit einen genialen optischen und mechanischen Aufwand;




 

einführend ein aktuelles Urteil von Hr. FrankF; nachzulesen in Astronomie.de Forum Fernrohre über Qualität der heutigen Fernrohre
"der 15cm Zeiss-Meniscas "
Die Mechanik ist absolute Weltspitze und hier muß ich auch Herrn (Name geändert) wiedersprechen ...es hat eben nicht " den Anschein das Zeiss manchmal Sch... baut"!
Wer will kann gerne von mir den techn. Schnitt eines MAK 150igers haben, das baut heute keiner mehr ,oder er wäre unbezahlbar!Einfach irre die Konzeption.Ich habe z.B noch nie so einen feinfühligen Fokusierer angetroffen!
Fragt mal Markus was zur Leistung dieses Gerätes...da geht dir einer ab...
viele Grüße! "


Wissenswertes über das Zeiss Meniscas 150/2250

Das Zeiss Meniscas gehört zur Gattung der konzentrischen Systeme, deren besonderer Vorteil vollkommenes Gleichmaß im Bildaufbau über das gesamte Feld ist. Die Blende liegt bei ihnen wie beim Schmidt-Spiegel im Krümmungsmittelpunkt des Spiegels. Aber anders als beim Schmidt-Spiegel behebt eine dicke Meniskus-Linse die sphärische Aberration. (Öffnungsfehler).

Im Meniscas als Zweispiegelsystem mit Meniskuslinse sind somit Aberration und anders als bei Schmidt-Cassegrain-System Koma korrigiert. Die nicht korrigierbaren Bildfehler Astigmatismus und Bildfeldwölbung sind beim Meniscas aber nur halb so groß wie beim Schmidt-Cassegrain.

Trotz der deutlichen Vorzüge gegenüber anderen Systemen war das Angebot an diesen Teleskopen klein, da die Meniskuslinsen sehr schwierig herzustellen sind. Nur Carl Zeiss Jena schaffte es das Menikus-System beugungsbegrenzt herzustellen. Unter sehr großen Fertigungs- und Qualitätsaufwand entstanden hier hervorragende astronomische Maksutov-Teleskope. Trotz Mittenabschattung durch den Sekundärspiegel sind die Bilder im Meniscas fast so kontrastreich wie in einen guten Refraktor. Das Instrument ist solide verarbeitet und zusätzlichen Belastungen gewachsen.
(Auschnitt aus Meniscas Test von Hr. Günther D Roth, Herausgeber von "Sterne und Weltraum" Ausgabe 5 / 1992).

Zu den astronomischen Geräten der Optischen Werke Carl ZeissJena ist jetzt ein neues System hinzugekommen. Es ist ein 150mm Meniskus-Cassegrain-Fernrohr mit 2250mm Brennweite, das sowohl für astronomische, als auch für terrestrische Beobachtungen mit dem Auge und Kamera (komakrrigiert ! !) verwendet werden kann. Die besonderen Vorteile des Fernohrs besteht darin, daß das optische System kein Haltekreuz hat, weil der Gegenspiegel auf der Meniskuslinse aufgeschliffen ist. Durch die Meniskuslinse ist einerseits der Tubus abgeschlossen, wonach störende Luftschlieren vermieden werden. Anderseits ist die Bildqualität nicht nur in der Nähe der optischen Achse, sondern über ein größeres Gesichtsfeld hervorragend korrigiert. Weil die Fokussierung durch Verschiebung über des am Meniskus angebrachten Gegenspiegels erfolgt,lassen sich nicht nur größere Nebengeräte benutzen, sondern auch Teleskopaufnahmen ab 30 m Entfernung erzielen. Zu all diesen Vorteilen gehört weiterhin, Daß die Vorzüge des klassischen Cassegrainsystem erhalten bleiben.( absolute Farbreinheit !! !).Auschnitt aus" Beobachtungsobjekte für Liebhaberastronomen" von Dr. Paul Ahnert

Das Beugungsbild besteht bekanntlich aus der Beugungsscheibe, sowie mehreren Beugungsringen, die diese Beugungsscheibe umgeben. Es ist daher unmöglich, das gesamte von einen Stern kommende Licht vollständig in der Beugungsscheibe zu vereinigen. Bei nicht silhouettierter Optik beträgt der Lichtanteil in der Beugungsscheibe 84% und in den Beugungsringen somit 16%, wovon 7% auf den ersten Beugungsring fallen. Wird nun eine Silhouettierung von 1/3 des Hauptspiegeldurchmessers vorgenommen, tritt eine Veränderung im Beugungsbild ein. Die Helligkeit der Beugungsscheibe wird zugunsten der Beugungsringe auf das Verhältnis 63% zu 37% verschoben, damit folgt eine Reduzierung des Kontastes, da bei unruhiger Luft der erste Beugungsring mit der Beugungsscheibe verschmiltzt.
(Ausschnitt aus Sterne und Weltraum 1983 / 7 Seite 363 " Über Kontrast und Detailerkennbarkeit bei Mond- und Planetenbeobachtung" von Heinz Wichmann).

Aber jetzt kommts
! ! ! !

Hr. Wichmann schreibt weiterhin in o.g. Bericht in Sterne Und Weltraum: "der Radius des Beugungsringes wird auf 0.85 reduziert, was eine Verbesserung des Auflösungsvermögen bedeutet, dies aber nur bei ruhiger Luft zum Tragen kommt". ( Anmerkung: Auch ein 4 Zoll Refraktor braucht ruhige Luft um sein Leistungsvermögen voll auszunutzen !!!)

Nach meinen langjährigen Beobachtungen mit dem Zeiss Meniskas 150/2250 kann ich das nur bestätigen, bei ruhiger Luft und Austrittspupille von 0,7 d. h. Vergrößerung ca. 180- 200 fach, sind am Mond, oder Saturn Detaile erkennbar ( trotz Mittenabschattung), die nur mit einen Vollapochromaten im direkten Vergleich mit Astro Physics 6" Apo EDF zu erzielen sind.

Begründet ist dies durch das Öffnungsverhäntnis von 1:15 und damit einhergehend ein sehr "entspanntes" optisches Design , sowie weiterhin der noch relativen Unempfindlichkeit gegenüber Luftturbulenzen bei 150mm Offnung. Als dritte und wichtigste Komponente ist die Qualität der Optik von entscheidender Bedeutung und da erfüllte Carl Zeiss Jena in beeindruckender Weise die geforderten Qualitätsanforderungen an das optische System Maksotov inform des Meniscas 150 / 2250, über die mechan. Verarbeitung von Zeiss Jena hier zu schreiben erübrigt sich und hieße Eulen nach Athen zu tragen.

Denk Jakob

hier ein Link zu einen 3D-Bild vom
Meniscas 180/1800 in Wikipedia




 

Meniscas Beschreibung aus Katalog v. 1963