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 FERNROHRE BIS 1960
Warum legendär ?
Wieso Zeiss Jena ?
Azignaren E 80/1205
Refraktor AS 80/1200
Fernrohr AS 63/840

REFRAKTOR AS 80/1200
 

AS 80/1200 mit Montierung 1a und Gußsäulenstativ 




Beschreibung

komplett, mit 1a-Montierung, Säulenstativ, externer Motor an der Säule
eine absolute Rarität!!


Hinweis:

ein hervorragenden, informativer Beitrag von Michael Kießling
über ein AS 80/1200 gibt es nachzulesen bei www.achromat.de


zur Fotogalerie



nachfolgend einige Zitate aus dem Astronomieforum von www.astronomie.de bez. des AS 80/1200 AS Objektive und Zeiss Orthos

Hallo U.,
Zitat:

Das Gütekriterium eines Apochromaten ist neben der Fertigungsqualität die Farbreinheit und nur der Farbreinste APO zeigt noch bei hohen Vergrößerungen auch den besten Kontrast!

Antwort:
Farbreiheit ist sicher ein ganz wichtiger Punkt bei der Beurteilung eines Refrakrors. Aber es ist sicher nicht der einzige Punkt. Ein Zeiss AS 80/1200 ist sicher theoretisch nicht so farbrein wie viele APOs, ich würde ihn aber trotzdem den meisten APOs vorziehen. Die Verarbeitung/Politur der Linsen, die Vergütung, eine gute Fassung, die Streulichtunterdrückung usw. spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Ganz zu schweigen, dass neben der Restchromasie auch alle anderen Bildfehler minimiert sein müssen.
Für mich ist beim APO die Farbreinheit natürlich ein ganz wichtiges Kriterium, aber wenn sie die eines AS 80/1200 erreicht, spielen bei mir die anderen Faktoren die wichtigere Rolle.

Viele Grüße, J.

Hallo,
da stimme ich Dir vollkommen zu. Was nutzt einem eine astigmatische, aber farbreine Optik? Das optimale Zusammenspiel aller guten Eigenschaften einer Optik machen das Gesamtbild aus, und nicht etwa eine einzelne Eigenschaft.


Viele Grüße
A.

Hallo J.,

Zitat:
Ein Zeiss AS 80/1200 ist sicher theoretisch nicht so farbrein wie viele APOs, ich würde ihn aber trotzdem den meisten APOs vorziehen.

Richtig, das von August Sonnefeld entwickelte Astro-Spezial-Objektiv AS ist mit Sicherheit eines der genialsten Objektive überhaupt.

Ich beschäftige mich seit 1977 mit Astronomie und besitze einige sehr gute Refraktoren. Seit 1983 habe ich einen Zeiss AS 80/1200 und um es gleich zu sagen, den würde ich nie verkaufen. Warum? Weil es einfach ein hervorragendes Teleskop ist. Leider kommt das "lange Ofenrohr" nur noch selten zum Einsatz.

Frank Schäfer schrieb hier im Forum einmal folgende treffenden Sätze über das AS-Objektiv:

Zitat:


Das AS Objektiv verwendet für die vordere Linse einen Kurzflint mit anormalem Dispersionsverlauf und ist trotz zweilinsigem Aufbau schon für drei Farben korrigiert. Allerdings liegt der dritte Nullpunkt irgendwo im Infrarot. Da zwischen den drei Nullpunkten die Abweichung der Restfarben deutlich geringer wie beim Achromat ist, liefert das AS Objektiv eine deutlich verbesserte Farbkorrektur und verdient zurecht die Bezeichnung HA. Außerdem nutzt das Objektiv eine asphärische Fläche, um dem Gauss-Fehler den garaus zu machen.

Da das AS 100/1000 mit 1:10 das schnellste Öffnungsverhältnis von allen AS Objektiven hat, ist hier logischerweise die Farbkorrektur nicht so gut wie bei einem AS mit 1:15. Der AS 80/840 ist schon ein Stück besser und der AS 80/1200 ist einfach genial.

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Mein AS 80/1200 hat lehrbuchmäßige Beugungsbilder am Stern und eine hervorragende Definition. Den Vergleich mit einem APO braucht er nicht zu fürchten.

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Sternfreundliche Grüße

Zitat:Hallo J.,

deine Erwähnung des 80/1200er Zeiss passt hier meiner Ansicht nach sehr gut.
Der ist zwar nur ein Halbapochromat, durch die lange Brennweite hält sich aber
der Farbfehler in sehr sehr geringen Grenzen. Die Korrektur der sphärischen
Aberration ist ebenfalls ausgezeichnet und die Schliff- und Polierqualität
lassen keine Wünsche offen.

August Sonnefeld hatte seinerzeit ein sehr gutes Gesamtkonzept für sein AS
Objektiv erdacht, inclusive einer leichten Asphäre.

Mein Physiklehrer hatte einen 80/1200er AS samt Zeiss Orthos. An dem Bild was
das Teleskop liefert beißen sich viele heutige sogenannte Apos gleicher Öffnung
die Zähne aus.

Durch Asphären gewinnt der Designer enorme Möglichkeiten. Mich wundert es
daß man sie heutzutage immer noch nicht nutzt und statt dessen schwere, viellinsige
Objektive baut, die Nachteile bei Auskühlung, Gewicht, Addition von Flächenfehlern
und Transmissionsverlusten zur Folge haben.

Bei den schnellen Öffnungsverhältnissen kommt noch dazu daß diese verschärfte
Anforderungen an die Okulare stellen und für sehr hohe Vergrößerungen sehr
kurze Okularbrennweiten bemüht werden müssen, mit entsprechenden Folgen für
den Augenabstand.


MfG,K.

Hallo M.,
beim AS ist die Okularauswahl wichtig für optimale Ergebnisse!
So bringen zB. die alten Zeiss Orthos wesentlich bessere
Resultate als Zeiss Abbes, bezüglich sek. Spektrum, Schärfe und Kontrast!
Wer es noch nicht ausprobiert hat wird es nicht glauben.


Der Abstand zum Tak FS wird damit etwas kleiner.:-)

Die optimalsten Okus für die alten F15 AS-Optiken sind ein Satz O-10 im Bino.
Bitte mal selbst testen.
Hoffentlich pushe ich mit dieser Aussage die Mondpreise nicht noch weiter!
Mit freundlichem Gruß, G.

Hallo G,

Zitat:


beim AS ist die Okularauswahl wichtig für optimale Ergebnisse!...

Die optimalsten Okus für die alten F15 AS-Optiken sind ein Satz O-10 im Bino.


das kann ich nur bestätigen!
Ein Satz O-25, O-16 und manchmal sogar O-6 sind auch nicht schlecht.

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Sternfreundliche Grüße
R.

Hallo M.

einverstanden, ein guter moderner Apo wie der erwähnte echt-Fluorit-Takahashi
mag den langen 80/1200er AS leicht übertreffen.

Meine Anmerkung "sogenannte Apos gleicher Öffnung" bezog sich aber auf die
qualitativ teilweise zweifelhaften Teleskope die zur Zeit auf den Markt drängen.
Da ziehe als rein visueller Beobachter ich den langen AS aber deutlich vor.